PLATTFORM ZUR KULTUROFFENSIVE versteht Kunst- und Kulturarbeit als Teil eines allgemeinen, gesellschaftlichen Betätigungsfeldes für alle, die in unserer Gesellschaft leben.
Unabhängig von Ethnizität, Staatsbürgerschaft, Geschlecht oder Klassenzugehörigkeit steht allen Individuen und Gruppen ein Recht auf Produktion und Konsumption von Kunst und Kultur zu. Das Team setzt voraus, dass dieses Recht auf Kultur ein individuelles und kollektives Menschenrecht ist und dass seine Verweigerung oder Vernachlässigung eine strukturelle Diskriminierung darstellt, die gleichermaßen den Diskriminierten wie den Diskriminierenden schadet.
Die von Kunst- und Kulturschaffenden etablierte Plattform entstand aus dem Bewusstsein, dass die Teilhabe von Migrant_innen und PostMigrant_innen im Kulturfeld nicht bzw. kaum ausreichend vorhanden ist. Die Plattform soll ermöglichen, diese Teilhabe durchzusetzen. Die Initiator_innen verstehen ihre Arbeit als Teil eines Vorhabens und einer Strategie, welche die de facto bestehende Zusammensetzung der Bevölkerung nicht als Problem, sondern als produktive Entwicklungsmöglichkeit dieser Gesellschaft betrachtet.
Prinzipielle Ausrichtung und Anliegen der Plattform sind die Förderung eines notwendigen Prozesses, der zu Gleichheit, Freiheit und Solidarität aller in Österreich lebenden Individuen und Gruppen und zur Öffnung des Kunst- und Kulturfeldes für alle, in allen Bereichen und an allen Orten führen soll.